Profil
Die Arbeitseinheit “Organisationsentwicklung und Organisationspsychologie” im Fachbereich Bildungswissenschaften bietet den Studierenden verschiedener Studienrichtungen ein Seminarprogramm an, das die Qualifizierung zur Begleitung von institutionellen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen in den Vordergrund rückt. Die Veranstaltungen sind in einem wiederkehrenden Lernzyklus integriert.
Grundsätzliches Anliegen des Lehrangebots ist die Vermittlung organisations- und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse in ihrer Bedeutung für individuelle und strukturelle Prozesse in Institutionen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt, der auch durch die Arbeit in Praxisprojekten kooperierender Institutionen gestützt werden soll, liegt in der Entwicklung professioneller Handlungskompetenz im Hinblick auf die berufliche Tätigkeit in Betrieben unterschiedlichster Wirtschaftsgruppen, insbesondere in Dienstleistungseinrichtungen und Institutionen der sozialen Versorgung.
Die Arbeitseinheit "Organisationsentwicklung und -psychologie" vermittelt den Studierenden ein breites Handlungsrepertoire zur aktiven Gestaltung berufspraktischer Anforderungen
- auf der Ebene theoretischer Bezüge (Organisationspsychologie, Sozialpsychologie, Gemeindepsychologie, Gesundheitspsychologie),
- auf der Ebene des affektiven Lernens in spezifischen sozialen Prozessen,
- auf der Ebene konkreter Methoden (z. B. Moderationstechnik, Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Organisationsentwicklung, Führung).
Vor dem Hintergrund psychologischer Grundlagen menschlichen Arbeits-, Kommunikations- und Kooperationsverhaltens nimmt die Integration von Methodenwissen und sozialer Kompetenz als einer bedeutsamen Schlüsselqualifikation einen besonderen Schwerpunkt innerhalb der drei genannten Bereiche ein. Lernziel ist es hier, Prozesse zwischenmenschlicher Interaktion in sensibler Weise für den einzelnen, die Gruppe oder die gesamte Institution begleiten zu können. Damit werden Qualifikationen wie Führungskompetenz und Teamfähigkeit angesprochen, die als wichtige Grundvoraussetzungen kreativen Managements betrachtet werden. Ebenso sind die Entwicklung spezifischer analytischer bzw. diagnostischer Kompetenzen, wie sie zum Erkennen und zur Förderung institutioneller Veränderungsprozesse erforderlich sind, sowie die Entwicklung professioneller Beratungskompetenz zentrale Gegenstandsbereiche der genannten Lernfelder.



